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Behandlung / Anwendung

Schmerztherapie mit Laser: 980 nm und 1470 nm | Bodrum

KurzantwortDie Schmerztherapie mit Laser ist eine individuell geplante, nicht-invasive Methode, bei der geeignete Wellenlängen, insbesondere 980 nm, eingesetzt werden, um Schmerz und Funktion in Muskel-, Sehnen- und periartikulären Geweben zu unterstützen.

Moderne, berührungslose und individuell geplante unterstützende Schmerztherapie

In unserer Klinik in Bodrum setzen wir Diodenlaser-Technologien mit 980 nm und in ausgewählten Fällen mit 1470 nm bei myofaszialen Schmerzen, sehnenbedingten Schmerzen und bestimmten periartikulären Schmerzen gezielt auf das durch die Untersuchung bestimmte Zielgewebe ein. Das Ziel besteht nicht nur darin, den Schmerz-Score zu senken, sondern die Bewegung, die Belastungstoleranz und die Teilnahme an der Rehabilitation zu unterstützen.

Kurze Antwort

980 nm ist unsere Hauptwellenlänge mit breiterer klinischer Erfahrung und wissenschaftlicher Publikationsunterstützung bei muskuloskelettalen Schmerzen. 1470 nm ist eine Wellenlänge mit höherer Wasserabsorption, oberflächlicherer Wirkung und ausgeprägtem thermischen Effekt; daher wird sie nicht routinemäßig bei jedem Patienten angewendet, sondern nach anatomischem Ziel und Gewebetiefe ausgewählt. Die Lasertherapie wird beim geeigneten Patienten nicht als Ersatz für Bewegung, Rehabilitation, manuelle Therapie oder andere Schmerztherapien geplant, sondern als eine diese ergänzende Methode.

Bei welchen Schmerzen kann sie angewendet werden?

Muskeln und Triggerpunkte

  • Myofasziale Schmerzen des oberen Trapezius und der Halswirbelsäule
  • Lumbale und thorakale paraspinale Schmerzen
  • Masseter- und Temporalis-bedingte, kiefergelenkassoziierte myofasziale Schmerzen

Sehnen und Weichteile

  • Rotatorenmanschetten-Tendinopathie und subakromialer Schmerz
  • Laterale und mediale Epikondylitis
  • De Quervain und ausgewählte Handgelenkstendinopathien
  • Patella- und Achillessehnen-Tendinopathie
  • Plantarfasziitis

Knie und Knieumgebung

  • Periartikuläre Schmerzen bei Gonarthrose
  • Patellofemorale Schmerzen
  • Schmerzen im Bereich des Pes anserinus

Weitere ausgewählte Zustände

  • Trochanterschmerz und gluteale Tendinopathie
  • Geeigneter niedrig-thermischer Ansatz bei postoperativen oder wundumgebenden Schmerzen
  • Bei tiefen Hüft- oder ISG-Schmerzen ausschließlich oberflächliche/periartikuläre Ziele

Unterschied zwischen 980 nm und 1470 nm

Eigenschaft980 nm1470 nm
Klinische RolleHauptwellenlänge bei muskuloskelettalen SchmerzenUnterstützende Wellenlänge bei ausgewählten oberflächlichen Zielen
GewebeansatzGeeignet für tiefere Muskel- und periartikuläre ZieleWasserabsorption höher; oberflächlichere und ausgeprägte thermische Wirkung
EvidenzbasisLiteratur zu myofaszialen Schmerzen und HILT stärkerDirekte klinische Daten bei muskuloskelettalen Schmerzen begrenzter
PlanungPrioritär bei den meisten geeigneten FällenSelektiv nach anatomischem Ziel und Sicherheitsbewertung

Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum

Nicht jeder Schmerz ist für einen Laser geeignet. Zunächst beurteilen wir den Ursprung, die Tiefe und den Mechanismus des Schmerzes. Wenn Muskel-, Sehnen- oder Gelenkumgebungsgewebe gezielt adressiert werden können, kombinieren wir den Laser bei Bedarf mit individuellem Training, Belastungsmanagement, manuellen Ansätzen, Injektionen/interventionellen Optionen oder anderen Therapien. Bei Strukturen wie dem tiefen Hüftgelenk, dem ISG oder Nervenwurzeln, die eine oberflächliche Sonde nicht direkt erreichen kann, bieten wir den Laser nicht als ein Verfahren an, das „das Zielgewebe behandelt“.

Was spürt man während der Sitzung?

Je nach Anwendung kann ein leichtes Wärmegefühl auftreten. Das Energieniveau wird unter Berücksichtigung der Vaskularisation der Region, des subkutanen Fettgewebes, der Zieltiefe und der sensorischen Rückmeldung des Patienten angepasst. Das Ziel ist nicht, unkontrollierte Wärme zu erzeugen, sondern eine sichere biologische und analgetische Reaktion im Zielgewebe zu erzielen.

Wie viele Sitzungen sind erforderlich?

Es gibt keine einheitliche Standardanzahl von Sitzungen. Der Plan bei einem akuten und oberflächlichen Sehnenproblem ist nicht derselbe wie bei langanhaltenden myofaszialen Schmerzen. Nach der ersten Beurteilung kann eine kurze Behandlungsserie geplant werden; das Ansprechen wird über Schmerz, Bewegungsausmaß, Druckempfindlichkeit, Belastungstoleranz und alltägliche Funktion überwacht.

Bei wem ist Vorsicht geboten?

  • Über Bereichen mit aktiver Malignität oder Raumforderungen mit unklarer Diagnose
  • An den Augen und im Augenbereich ohne angemessenen Schutz
  • Während der Schwangerschaft über dem Uterusbereich
  • In Bereichen mit aktiver Blutung, ausgeprägtem Sensibilitätsverlust oder unzuverlässiger thermischer Rückmeldung
  • Bei photosensibilisierenden Medikamenten oder Erkrankungen ohne vorherige klinische Beurteilung

Die definitive Eignung wird nach Untersuchung und Anamnese festgelegt.

Wissenschaftliche Grundlage

Für die 980-nm-Photobiomodulation berichtete eine randomisierte Studie aus dem Jahr 2025 über eine Verbesserung der Schmerzen und der Unterkieferfunktion bei myofaszialen Kiefergelenkschmerzen. Zu HILT berichten systematische Übersichtsarbeiten aus dem Zeitraum 2023–2026 von positiven Ergebnissen bei Epicondylitis lateralis, subakromialen Schmerzen, Kniearthrose und patellofemoralen Schmerzen. Bei patellofemoralen Schmerzen ist die Evidenzsicherheit gering, und alle Studien wurden von Übungen begleitet; daher positionieren wir den Laser als Teil einer multimodalen Behandlung. Für 1470 nm sind die direkten klinischen Daten bei muskuloskelettalen Schmerzen begrenzter; die Entscheidung über die Anwendung wird anhand der Gewebeeigenschaften der Wellenlänge und der Zielanatomie getroffen.

Häufig gestellte Fragen

Beseitigt die Lasertherapie die Schmerzen vollständig?

Das Ergebnis hängt von der Ursache der Schmerzen ab. Der optimalste Einsatz des Lasers wird erzielt, wenn die Schmerzursache gezielt adressiert werden kann und er bei Bedarf in Kombination mit Übungen/Rehabilitation angewendet wird.

Können ein Bandscheibenvorfall oder eine Nervenwurzel direkt mit dem Laser behandelt werden?

Mit einer Oberflächensonde werden tiefliegende Bandscheiben oder Nervenwurzeln nicht direkt anvisiert. Bei geeigneten Patienten kann eine unterstützende Anwendung bei paraspinalen Muskelspasmen, myofaszialen Komponenten oder begleitenden Weichteilschmerzen in Betracht gezogen werden.

Ersetzt der Laser Übungen?

Bei den meisten muskuloskelettalen Problemen nein. Insbesondere bei Sehnen-, Knie- und Schulterproblemen sind Belastungssteuerung und Übungen wesentliche Bestandteile der Behandlung für einen dauerhaften funktionellen Zugewinn.

Verwandte Seiten zur Laserschmerztherapie

Beurteilung für die Laserschmerztherapie in Bodrum

Wir planen nach der Untersuchung, ob der Schmerz ein geeignetes Ziel für den Laser darstellt, welche Wellenlänge gewählt werden sollte und wie die Behandlung mit Übungen, Rehabilitation oder anderen Schmerztherapiemethoden kombiniert werden kann.

Quellen

  • Randomized controlled trial: 980 nm vs 635 nm diode photobiomodulation in myofascial pain, 2025. PMID: 41039333.
  • Systematic review and meta-analysis: HILT in subacromial impingement syndrome, 2024. PMID: 39317844.
  • Systematic review and meta-analysis: HILT in lateral epicondylitis, 2023. PMID: 35512124.
  • Systematic review and network meta-analysis: HILT + exercise in knee osteoarthritis, 2024. PMID: 39193110.
  • Systematic review and meta-analysis: HILT in patellofemoral pain, 2026. PMID: 42286680.

Um den Stellenwert von Laseranwendungen im Schmerzmanagement gemeinsam mit anderen Optionen zu bewerten, können Sie den Hauptleitfaden zur Schmerztherapie einsehen.

Medizinische redaktionelle Information

Dieser Inhalt wurde von Dr. Kerem Çağlayan medizinisch geprüft und freigegeben. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Diagnose oder Behandlung.