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Medizinisches Thema

Nackenschmerzen und Bioresonanz: Randomisierte doppelblinde Rayocomp-Studie

Randomisierte doppelblinde Rayocomp-Studie bei Nackenschmerzen; NDI- und VAS-Ergebnisse, Sponsorbericht, Studiendesign und klinische Interpretation.

Vorläufige Evidenz

KurzantwortDer finale Sponsor-Abschlussbericht einer in Deutschland registrierten, randomisierten, doppelblinden, sham-kontrollierten Rayocomp-Studie mit 54 Personen bei Nackenschmerzen berichtete über NDI- und VAS-Veränderungen zugunsten der aktiven Gruppe; eine unabhängige, Peer-Review-geprüfte Vollpublikation wird die Evidenz stärken.

Kurze Antwort

Eine in Deutschland registrierte Studie zur Untersuchung des Rayocomp-Bioresonanzgeräts beim Halswirbelsäulensyndrom wurde als randomisiert, prospektiv, doppelblind und placebokontrolliert konzipiert. Im Deutschen Register Klinischer Studien ist die Studie unter der Nummer DRKS00017381 mit einer endgültigen Stichprobengröße von 54 Personen registriert. Im vom Sponsor veröffentlichten finalen klinischen Bericht wurden in der aktiven Gerätegruppe im Vergleich zu Placebo signifikante Verbesserungen beim Neck Disability Index und verschiedenen Schmerzmessungen berichtet. Die primäre Quelle der Ergebnisse ist jedoch der klinische Bericht des Herstellers/Sponsors; das Vorliegen einer unabhängigen, begutachteten Vollpublikation würde die Aussagekraft der Evidenz weiter stärken.

Warum ist die Studie bemerkenswert?

Eines der am häufigsten kritisierten Probleme in der Bioresonanzliteratur ist das Fehlen von Sham-Geräten und eines doppelblinden Studiendesigns. Diese Studie weist in dieser Hinsicht ein robusteres Design auf: Verblindung von Patienten und Anwendern/Prüfärzten, ein funktionsloses Placebogerät und vordefinierte objektive/standardisierte Endpunkte wurden eingesetzt.

Design der Studie

Laut DRKS-Eintrag wurde die Studie an Erwachsenen mit mindestens mittelschweren Schmerzen im Zervikalbereich durchgeführt. Die Teilnehmer wurden innerhalb von 21 Tagen auf 10 aktive Rayocomp- oder 10 Placebo-Sitzungen aufgeteilt. Der primäre Endpunkt war der Neck Disability Index (NDI), die sekundären Endpunkte waren VAS-Schmerzwerte, die SF-36-Lebensqualität und die Sicherheit.

Im Register wird eine Zielstichprobe von 52 und eine endgültige Stichprobe von 54 angegeben. Die Studie wurde im Jahr 2019 abgeschlossen.

Welche Ergebnisse liegen im finalen klinischen Bericht vor?

In dem von Rayonex veröffentlichten finalen klinischen Studienbericht wurde in der aktiven Gerätegruppe eine signifikante Verbesserung des NDI berichtet, während in der Placebogruppe keine deutliche Veränderung auftrat. Auch bei VAS-Parametern wie Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen und zervikalen Verspannungen wurden signifikante Veränderungen zugunsten der aktiven Gruppe berichtet.

Warum interpretieren wir die Ergebnisse vorsichtig?

Obwohl das Studiendesign robust erscheint, wurde der Ergebnisbericht vom Hersteller/Sponsor veröffentlicht. Die Veröffentlichung des vollständigen Datensatzes, einer detaillierten statistischen Analyse, von Protokollabweichungen und Follow-up-Verlusten in einer unabhängigen, begutachteten Fachzeitschrift ermöglicht eine bessere Beurteilung der Zuverlässigkeit der Ergebnisse. Daher ist es weder angemessen, die Daten zu ignorieren, noch, sie als definitiven Beweis darzustellen.

Möglicher Stellenwert der Bioresonanz bei Nackenschmerzen

Bei Zervikalschmerzen besteht das Ziel nicht nur darin, den Schmerzscore zu senken, sondern auch den Bewegungsumfang, die Alltagsfunktion, den Schlaf, die Kopfschmerzbelastung und den Analgetikabedarf zu verbessern. Wenn die Bioresonanz gewählt wird, ist eine Nachverfolgung anhand von NDI-, VAS- und Funktionsparametern aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoller.

Wann ist eine Standardabklärung erforderlich?

Bei Kraftverlust in Arm oder Hand, fortschreitendem Taubheitsgefühl, Gangstörungen, Trauma, Fieber, Krebserkrankung in der Vorgeschichte, starken nächtlichen Schmerzen oder Veränderungen der Blasen-/Darmkontrolle ist zunächst eine standardmäßige neurologische/orthopädische Abklärung erforderlich. Bei mechanischen Nackenschmerzen sind Bewegung/Übungen, Ergonomie, manuelle/physikalische Therapie und geeignete pharmakologische Ansätze die grundlegenden Optionen.

Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum

Bei Nackenschmerzen differenzieren wir zunächst mechanische, neurologische und myofasziale Komponenten. Wird eine Bioresonanz als geeignet erachtet, integrieren wir diese mit Übungen und anderen Schmerztherapien; zu Beginn und im Verlauf erfassen wir Schmerz-, Bewegungs- und Alltagsfunktionsparameter.

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Quellen

  1. German Clinical Trials Register. DRKS00017381. Randomized, prospective, double-blind study in cervical spine disorder. DRKS-Eintrag
  2. Rayonex Biomedical. Final Clinical Study Report, R-HWS, Version 1.2, 20 February 2020. Finaler Bericht

Verfasst und medizinisch geprüft von: Dr. Kerem Çağlayan
Letzte medizinische Prüfung: 11. September 2026

Medizinische redaktionelle Information

Dieser Inhalt wurde von Dr. Kerem Çağlayan medizinisch geprüft und freigegeben. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Diagnose oder Behandlung.