Kurze Antwort
Die Plantarfasziitis ist einer der am besten untersuchten Fußschmerzbereiche für die Lasertherapie. Aktuelle Übersichtsarbeiten berichten über eine Schmerzlinderung; eine eindeutige Überlegenheit zwischen HILT und Stoßwelle kann nicht bei jedem Ergebnis nachgewiesen werden. 980 nm ist in den meisten Fällen die primäre Wellenlänge für oberflächliche/mittlere Tiefen. 1470 nm kann bei oberflächlichen Zielen wie der Plantarfaszie als selektive ergänzende Wellenlänge in Betracht gezogen werden; der Wirksamkeitsnachweis sollte jedoch nicht als gleichwertig mit 980 nm angesehen werden.
Was ist eine Plantarfasziitis?
Die Plantarfasziitis ist eine der häufigsten Ursachen für Schmerzen unter der Ferse, die sich besonders bei den ersten Schritten am Morgen oder beim Aufstehen nach längerem Sitzen bemerkbar machen. Im Volksmund wird sie häufig als „Fersensporn“ bezeichnet, doch die Schmerzursache ist nicht immer ein knöcherner Auswuchs. Die Belastung der Plantarfaszie, Wadenverspannungen, Schuhwerk, Gewicht sowie das Geh- und Laufvolumen sind von Bedeutung.
Wie kann der Laser helfen?
Die Wirkungen von HILT und Photobiomodulation auf analgetische Effekte, lokale Entzündungsreaktionen und den Gewebestoffwechsel um die Faszie herum wurden untersucht. Das klinische Ziel besteht darin, den Schmerz beim ersten morgendlichen Schritt sowie den Belastungsschmerz zu reduzieren und dadurch das Gehen und das Training zu erleichtern.
Die Rolle von 980 nm
Sie kann als primäre Wellenlänge für die Plantarfaszie und das umgebende Weichgewebe bewertet werden. Klinische Studien zu HILT bei NIR-Wellenlängen liefern direkte Daten zur Plantarfasziitis.
Die Rolle von 1470 nm
1470 nm wird stärker von Wasser absorbiert und erzeugt einen oberflächlicheren thermischen Effekt. Da die Plantarfaszie anatomisch oberflächlich liegt, kann sie in ausgewählten Arealen hilfreich sein; Hauttemperatur und Energieakkumulation müssen jedoch sorgfältig überwacht werden.
Was sagt die wissenschaftliche Evidenz?
Evidenzgrad: A-. Randomisierte Studien und aktuelle systematische Übersichtsarbeiten bei Plantarfasziitis zeigen, dass der Laser eine Schmerzlinderung bewirken kann. Bei Vergleichen zwischen Methoden wie HILT und Stoßwelle wurde nicht für jedes Ergebnis eine eindeutige Überlegenheit nachgewiesen.
Reicht der Laser allein aus?
In den meisten Fällen nein. Die Belastung der Plantarfaszie und der Wade, die Schuhwahl, das Gewicht, das Geh-/Laufvolumen, die intrinsische Fußmuskulatur und die Wadenkraft werden beurteilt. Der Laser kann ein ergänzender Teil dieses Plans sein, der Übungen und das Belastungsmanagement erleichtert.
Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum
Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum besteht darin, zu differenzieren, ob der Fersenschmerz von der Plantarfaszie, der Achillessehne, Nerven, dem Fettpolster oder knöchernen Ursprungs ist, und anschließend bei geeigneten Patienten den 980-nm-Laser als Hauptoption sowie bei sehr oberflächlichen Zielen 1470 nm als selektive ergänzende Wellenlänge in Betracht zu ziehen.
Wann ist zunächst eine andere Abklärung erforderlich?
Bei Unfähigkeit zur Gewichtsbelastung nach einem Trauma, Fieber/Rötung, neuropathischen Ulzera, plötzlichen starken Schmerzen oder dem Verdacht auf eine Ermüdungsfraktur ist zunächst eine weiterführende Abklärung erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Verschwindet ein Fersensporn durch Laser?
Bei Plantarfasziitis kann der Laser die Schmerzen und die Belastungstoleranz unterstützen. Das Behandlungsziel besteht nicht darin, den knöchernen Auswuchs aufzulösen, sondern die Rehabilitation der schmerzhaften Faszie und des umliegenden Gewebes zu erleichtern.
980 nm oder 1470 nm?
980 nm besitzt als primäre Wellenlänge eine stärkere klinische Grundlage. 1470 nm kann bei oberflächlichen Zielen an der Plantarfaszie eine selektive ergänzende Option sein.
Quellen
- Aktuelle Übersichtsarbeit zu Laser bei Plantarfasziitis
- Vergleiche zwischen HILT und anderen physikalischen Therapien
- Aktuelle Übersichtsarbeit zu HILT im Bewegungsapparat
- Physikalischer Vergleich 980/1470 nm
Information
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Gesundheitsinformation.

