Kurze Antwort: Bei Long COVID können Atemnot, anhaltender Husten, Brustschmerzen, Herzklopfen, schneller Puls und Schwindel beim Aufstehen auftreten. Diese Symptome sind jedoch nicht allein für Long COVID spezifisch; der Ausschluss von Herz- und Lungenerkrankungen ist wichtig.
Welche Symptome treten häufig auf?
Es wurden Atemnot, verringerte Belastbarkeit, Beschwerden in der Brust, Herzklopfen und orthostatischer Schwindel berichtet. Bei einigen Personen können eine mit dem autonomen Nervensystem zusammenhängende orthostatische Intoleranz oder POTS-ähnliche Beschwerdebilder abgeklärt werden.
Welche Untersuchungen können erforderlich sein?
Die Untersuchungen sind nicht für jeden gleich. Je nach Beschwerden können EKG, Sauerstoffsättigung, großes Blutbild, Schilddrüsenwerte, Röntgen-Thorax, Lungenfunktionstest, Echokardiographie oder weiterführende Untersuchungen in Betracht gezogen werden. Ein normales Untersuchungsergebnis bedeutet nicht, dass die Symptome nicht real sind; eine gezielte Abklärung ist jedoch wichtig, um ernste alternative Ursachen auszuschließen.
Situationen, die eine Notfallbeurteilung erfordern
Bei neu aufgetretenen oder starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot, Ohnmacht, einseitiger Beinschwellung, Blaufärbung, niedrigem Sauerstoffgehalt in Ruhe oder plötzlichen neurologischen Symptomen ist eine Notfallbeurteilung erforderlich.
Wie sollte die Rückkehr zu körperlicher Aktivität erfolgen?
Besteht eine Symptomverschlechterung nach Belastung (PEM), ist ein standardmäßiger stufenweiser Trainingsansatz nicht für jeden geeignet. Die Aktivität sollte unter Berücksichtigung der individuellen Toleranzgrenzen und der Reaktion der Symptome nach 24–48 Stunden geplant werden.
Zugehöriger Leitfaden
Long COVID: allgemeine Symptome und Beurteilung


