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Behandlung / Anwendung

Lasertherapie bei De-Quervain-Tenosynovitis | Daumenseitige Handgelenkschmerzen

HILT wurde bei De-Quervain-Tenosynovitis untersucht; eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 zeigte jedoch keine deutliche Überlegenheit gegenüber Standardansätzen wie Schiene und Übungen. Der Laser sollte als unterstützende Option betrachtet werden.

KurzantwortHILT wurde bei De-Quervain-Tenosynovitis untersucht; eine Metaanalyse aus dem Jahr 2025 zeigte jedoch keine deutliche Überlegenheit gegenüber Standardansätzen wie Schiene und Übungen. Der Laser sollte als unterstützende Option betrachtet werden.

Kurze Antwort

Die De-Quervain-Tenosynovitis ist ein Sehnenscheidenproblem, das Schmerzen im daumenseitigen Handgelenk verursacht. Die hochintensive Lasertherapie wurde bei diesem Krankheitsbild untersucht; in einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 2025 konnte jedoch hinsichtlich Schmerz und Funktionseinschränkung keine statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Schienen oder Schiene+Übungen nachgewiesen werden. Daher sollte der Laser bei geeigneten Patienten als ergänzende Option zur konservativen Standardtherapie betrachtet werden.

Was ist eine De-Quervain-Tenosynovitis?

Es ist eine schmerzhafte Tenosynovitis, die im ersten Dorsalkompartiment entsteht, durch das die Sehnen des Abductor pollicis longus und des Extensor pollicis brevis verlaufen, welche den Daumen bewegen. Smartphone-Nutzung, das Tragen von Säuglingen, wiederholtes Greifen und Handgelenksbewegungen können die Beschwerden verstärken.

Wie kann der Laser helfen?

Das Ziel besteht darin, die Schmerzkontrolle und die Toleranz bei alltäglicher Nutzung zu verbessern. Der Laser beseitigt die mechanische Verengung in der Sehnenscheide nicht direkt. Aktivitätsanpassung, bei Bedarf eine Schiene und Übungen sind die grundlegenden Bestandteile der Behandlung.

Die Rolle von 980 nm

980 nm kann bei oberflächlichen Sehnenstrukturen eingesetzt werden; die Geräte und Wellenlängen in den für De Quervain veröffentlichten HILT-Studien sind jedoch heterogen. Daher sollte kein Anspruch auf eine definitive Überlegenheit spezifisch für 980 nm erhoben werden.

Die Rolle von 1470 nm

Da das erste Dorsalkompartiment sehr oberflächlich liegt, erscheint 1470 nm anatomisch zwar erreichbar, es liegen jedoch keine klinischen Wirksamkeitsdaten spezifisch für diese Wellenlänge vor. Aufgrund der hohen oberflächlichen Absorption muss die thermische Dosierung mit Vorsicht erfolgen.

Was sagt die wissenschaftliche Evidenz?

Evidenzgrad: B-. Die Metaanalyse von 2025 bewertete drei klinische Studien; obwohl einige Einzelstudien positive Ergebnisse lieferten, konnte in der Gesamtanalyse keine signifikante Überlegenheit von HILT gegenüber konventionellen Therapien hinsichtlich Schmerz oder Funktionseinschränkung nachgewiesen werden. Daher ist die Evidenz vielversprechend, aber nicht eindeutig.

Bei wem kann sie in Betracht gezogen werden?

  • Bei Personen mit Schmerzen im daumenseitigen Handgelenk, die klinisch mit De Quervain vereinbar sind
  • Bei Personen, die zusätzlich zu Schiene und Belastungsanpassung eine Schmerzkontrolle benötigen
  • Mit dem Ziel, den täglichen Handgebrauch zu erleichtern

Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum

Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum besteht darin, De Quervain von CMC-Gelenkschmerzen, Ganglien, skapholunären Pathologien und Reizungen des oberflächlichen Radialnervs zu differenzieren; anschließend wird der Laser zusammen mit Belastungsmanagement, bei Bedarf Schiene und Übungen als unterstützende Option in Betracht gezogen. Falls ein Laser gewählt wird, stützt sich 980 nm auf etabliertere PBM/HILT-Erfahrungen; 1470 nm wird nur bei sehr oberflächlichem Ziel und unter Berücksichtigung der thermischen Sicherheit selektiv in Erwägung gezogen.

Häufig gestellte Fragen

Verschwindet De Quervain durch den Laser vollständig?

Eine definitive Erfolgsgarantie kann nicht gegeben werden. Studien haben keine deutliche Überlegenheit des Lasers gegenüber der Standardtherapie gezeigt.

Ist eine Schiene notwendig?

Bei vielen Patienten kann eine Schiene, die die Daumen-Handgelenk-Belastung reduziert, kurzfristig von Nutzen sein; die Entscheidung wird anhand der Untersuchung getroffen.

Ersetzt er die Injektion?

Nein. Laser und Injektion sind unterschiedliche Behandlungsoptionen; sie werden je nach Schweregrad der Erkrankung und klinischem Ansprechen beurteilt.

Quellen

  • PMID 39814632 — Effects of high-intensity laser therapy in De Quervain’s tenosynovitis: systematic review and meta-analysis.
  • PMID 39652213 — HILT musculoskeletal pain umbrella review.

Information

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Gesundheitsinformation; er stellt keine persönliche Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar.

Medizinische redaktionelle Information

Dieser Inhalt wurde von Dr. Kerem Çağlayan medizinisch geprüft und freigegeben. Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Diagnose oder Behandlung.