Kurze Antwort: Eine Pollenallergie (saisonale allergische Rhinitis) ist eine IgE-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktion gegen Baum-, Gräser- oder Unkrautpollen. Sie kann Niesen, Nasenlaufen oder eine verstopfte Nase, juckende und tränende Augen und manchmal Husten oder Giemen verursachen.
Wann nehmen die Symptome zu?
Dies variiert je nach Pollenart und Jahreszeit. An windigen und trockenen Tagen kann die Pollenbelastung in der Luft zunehmen. Das Wiederkehren der Symptome zu bestimmten Zeiten des Jahres ist ein wichtiger Hinweis für die Diagnose.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose beginnt mit der Anamnese und der Untersuchung. Wenn geklärt werden muss, welches Allergen verantwortlich ist, können ein Prick-Test oder spezifische IgE-Tests eingesetzt werden. Nicht jede verstopfte Nase ist eine Allergie; auch Infektionen, nicht-allergische Rhinitis, Polypen oder strukturelle Ursachen sollten abgeklärt werden.
Evidenzbasierte Behandlungsoptionen
- Expositionsminderung: An Tagen mit starkem Pollenflug die Fenster geschlossen zu halten, die Gesichts- und Haarpflege nach dem Aufenthalt im Freien und geeignete Umgebungsmaßnahmen können hilfreich sein.
- Nasenspülung: Physiologische Kochsalzlösung kann bei einigen Personen die Symptombelastung verringern.
- Intranasale Kortikosteroide: Gehören insbesondere bei mittelschwerer bis schwerer allergischer Rhinitis zu den wirksamsten Basisoptionen.
- Antihistaminika: Können Niesen, Juckreiz und Nasenlaufen reduzieren; es können nasale oder orale Darreichungsformen verwendet werden.
- Allergen-Immuntherapie: Bei geeigneten Patienten können eine Allergieimpfung oder bei bestimmten Allergenen Sublingualtabletten eine langfristige Kontrolle bieten.
Über Bioresonanz
Es gibt keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz dafür, dass die Bioresonanz bei Pollenallergie als Diagnosemethode anstelle von Standard-Hauttests oder spezifischem IgE eingesetzt werden kann oder nachgewiesene Allergietherapien ersetzen kann. Falls sie angewendet wird, sollte sie als komplementärer Ansatz und unter ausdrücklicher Benennung der Evidenzgrenzen betrachtet werden.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Wenn Giemen, Atemnot, nächtlicher Husten oder Atembeschwerden bei Belastung vorliegen, ist eine Abklärung im Hinblick auf Asthma erforderlich. Bei wiederkehrenden oder die Lebensqualität deutlich beeinträchtigenden Symptomen ist die Beurteilung durch einen Allergologen sinnvoll.


