Kurze Antwort: Bei Long COVID können Aufmerksamkeits- und Gedächtnisschwierigkeiten („Gehirnnebel“), Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Angst und depressive Symptome auftreten. Diese Beschwerden können ein komplexes Bild ergeben, bei dem biologische und psychosoziale Faktoren gemeinsam eine Rolle spielen.
Was bedeutet Gehirnnebel?
Gehirnnebel ist keine medizinische Diagnose; der Begriff beschreibt Schwierigkeiten einer Person mit der Konzentration, der Verarbeitungsgeschwindigkeit, der Wortfindung oder dem Kurzzeitgedächtnis. Die Symptome können auch durch andere Ursachen wie Schlafmangel, Schmerzen, Medikamente, Anämie, Schilddrüsenprobleme und Depression entstehen.
Warum sollte der Schlaf beurteilt werden?
Eine Schlafstörung kann sowohl die kognitive Leistungsfähigkeit als auch die Müdigkeit erhöhen. Wenn Probleme wie Schnarchen, Apnoe, unruhige Beine, Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten bestehen, müssen diese gesondert angegangen werden.
Wie sollte mit psychischen Symptomen umgegangen werden?
Angst oder depressive Symptome können Teil von Long COVID sein; dies bedeutet nicht, dass die Symptome „psychisch“ oder „nicht real“ sind. Wenn die Symptome die Funktionsfähigkeit der Person beeinträchtigen, kann es angemessen sein, psychologische/psychiatrische Unterstützung, Schlafregulierung und einen Rehabilitationsplan gemeinsam umzusetzen.
Kann Neurofeedback eingesetzt werden?
Neurofeedback kann als ergänzende Option für Ziele im Bereich der Aufmerksamkeit und Selbstregulation in Betracht gezogen werden; es ist jedoch keine nachgewiesene Standardbehandlung für Long COVID. Wenn es eingesetzt wird, sollten die Zielsymptome und die funktionellen Ergebnisse objektiv überwacht werden.


