Kurze Antwort
Um eine verheilte Operationsnarbe herum können Empfindlichkeit, Berührungsschmerz oder oberflächliches Brennen verbleiben. Eine Literaturübersicht zu Narben aus dem Jahr 2026 zeigt, dass Studien zur PBM mit rotem und nahinfrarotem Licht klein und heterogen sind; bei einigen Narbenparametern gibt es Hinweise auf einen Nutzen. Auch in Studien zu postoperativen Schmerzen gibt es einige positive Ergebnisse, die Protokolle sind jedoch nicht standardisiert.
Warum entstehen Schmerzen nach einer Narbe?
Oberflächliche Nervenäste, fibrotisches Gewebe, Adhäsionen und lokale Empfindlichkeit können zu Schmerzen beitragen. Eine aktive Infektion, ein Serom oder eine chirurgische Komplikation müssen zuvor ausgeschlossen werden.
980 und 1470 nm
980 nm liegt dem Nahinfrarot-PBM-Ansatz näher, die Wellenlängen in Narbenstudien liegen jedoch meist bei etwa 808–830 nm. 1470 nm hat eine eher oberflächliche thermische Wirkung, und es gibt keine direkten Wirksamkeitsdaten für Narbenschmerzen.
Wissenschaftliche Evidenz
Evidenzgrad: C. Es gibt klinische Studien im Bereich Narben und postoperative Schmerzen; die Stichproben sind klein, die Protokolle heterogen und lassen sich nicht direkt auf 980/1470 nm generalisieren.
Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum
Zunächst werden Wundheilung, Infektionen, Neurome und chirurgische Komplikationen beurteilt. In geeigneten Fällen kann der Laser zu einem Programm aus Narbenmobilisation und Desensibilisierung hinzugefügt werden.
Quellen
- PMID 42026334 — PBM for burn, hypertrophic and post-surgical scars, scoping review.
- PMID 42456438 — PBM for postoperative pain and wound healing after cesarean section, systematic review.