Kurze Antwort
Photobiomodulation (PBM/LLLT) ist eine nicht-invasive Methode, die eingesetzt wird, um Schmerzen und Funktion bei bestimmten muskuloskelettalen und neuropathischen Schmerzzuständen zu unterstützen. Studien berichten von positiven Ergebnissen bei einigen Patientengruppen; das Ausmaß der Wirkung und die optimale Dosis können jedoch je nach Schmerzursache und angewendetem Protokoll variieren.
Bei welchen Schmerzarten wurde es untersucht?
PBM wurde bei Kniearthrose, patellofemoralem Schmerz, bestimmten Tendinopathien, peripherer Neuropathie, Karpaltunnel, Fibromyalgie und verschiedenen muskuloskelettalen Schmerzen untersucht. In systematischen Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2025–2026 wurden unter bestimmten Bedingungen positive Signale hinsichtlich Schmerz und Funktion berichtet, jedoch wurden Protokollunterschiede zwischen den Studien und die Variabilität der Evidenzqualität besonders hervorgehoben.
Wie wird die Wirkungsweise vermutet?
Es wird angenommen, dass rotes und nahinfrarotes Licht mit niedriger Energie den zellulären Energiestoffwechsel, Entzündungssignale und lokale Gewebereaktionen beeinflussen kann. Diese Mechanismen können zur Schmerzmodulation beitragen; dies bedeutet jedoch nicht, dass dadurch allein die Schmerzursache beseitigt wird.
Warum ist die Dosis wichtig?
Bei der Photobiomodulation sind Leistungsdichte, Gesamtenergie (J/cm²), Anwendungsbereich, Sitzungshäufigkeit und Gewebetiefe ebenso wichtig wie die Wellenlänge. Eine höhere Dosis führt nicht immer zu besseren Ergebnissen. Insbesondere bei Heimgeräten kann es Unterschiede zwischen den Herstellerangaben und der tatsächlich im Gewebe ankommenden Dosis geben.
Wird es zusammen mit Übungen angewendet?
Bei vielen muskuloskelettalen Schmerzen besteht die Basisbehandlung aus Bewegung, Kräftigung und Rehabilitation. PBM kann bei einigen Patienten ergänzend zu diesen Ansätzen hinzugefügt werden. Beispielsweise wurden in Studien zu patellofemoralen Schmerzen bei der Kombination mit Übungen Verbesserungen von Schmerz und Funktion berichtet; die Studienqualität ist jedoch heterogen.
Unser Ansatz in unserer Klinik in Bodrum
Wir verwenden Rotlicht/PBM nicht als Ersatz für eine Schmerzdiagnose. Zunächst werden die Schmerzursache, neurologische Befunde, Gelenk-/Sehnenprobleme und die körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt. Bei geeigneten Personen kann innerhalb des Plans zur Schmerztherapie die Photobiomodulation eine der unterstützenden Optionen sein.
Häufig gestellte Fragen
Beseitigt Rotlicht chronische Schmerzen vollständig?
Bei einigen Personen kann eine Verbesserung von Schmerz und Funktion beobachtet werden; da chronische Schmerzen jedoch multifaktoriell sind, sollte allein dadurch keine dauerhafte und vollständige Lösung erwartet werden.
Kann es bei neuropathischen Schmerzen angewendet werden?
Im Bereich der peripheren Neuropathie gibt es positive klinische Daten. Dennoch sollten die Ursache der Neuropathie sowie begleitende Zustände wie Diabetes, Vitaminmangel oder Nervenkompression gesondert beurteilt werden.
Quellen
- Evidence-based consensus on PBM, 2025
- Photobiomodulation in chronic pain: systematic review of RCTs, 2026
- PBM in patellofemoral pain: systematic review and meta-analysis, 2025
Verfasst und medizinisch geprüft von: Dr. Kerem Çağlayan
Letzte medizinische Prüfung: 10. September 2026


